Es war einmal – Freiheit

Zumindest in einigen westlichen Ländern gab es sie, die Freiheit. Auch in östlichen, südlichen, nördlichen Weltteilen kannten die Menschen sie. Eine Freiheit mit Abstrichen, die sich meistens gut genug anfühlte. 

Diese Freiheit wurde von unseren Vorfahren erkämpft. Dass wir heute so frei sind, dass wir Mitspracherecht haben, das haben unsere Ahnen in die Wege geleitet und viele von ihnen haben es bitter gebüßt. Deine Urahnen. Meine Urahnen. Und seine auch. Es ist dir womöglich nicht bewusst, aber dein Ururgroßvater war mit einiger Wahrscheinlichkeit ein Knecht, der für sein Brot so hart arbeitete, wie du es dir kaum vorstellen kannst. Er hat nicht viel zu melden gehabt. Das Wort Urlaub kannte er nicht. Irgendwie hat er es geschafft, mit deiner Ururgroßmutter zusammen eine Handvoll Kinder durchzubringen. 

Du kannst die Einstellung haben, dass es halt früher so war und dass dir das egal ist. Das ist dein gutes Recht, denn du kannst den Charakter haben, den du willst. Geht mich nichts an. Ich persönlich bin meinen Ahnen dankbar, dass sie für mich Freiheiten erkämpft haben. Viele sind es mit mir. Sie verstehen, dass es nicht selbstverständlich ist, frei zu sein und sie wissen, woher es kommt. 

Meine Lieblingsfreiheiten

  • Meinungsfreiheit
  • Freie Wohnsitzwahl
  • Wahlfreiheit
  • …freiheit

Ach, komm, das ist langweilig. Jeder Erwachsene in unserer Gegend sollte wissen, welche Freiheiten wir im Gegensatz zu früher oder zu anderen politischen Systemen haben. Ich liebe Freiheit – sie ist unendlich wichtig. Ohne Freiheit könnten wir auch als Grashalme inkarnieren. Gut, das geht nicht oder kann man vegan inkarnieren? Dann eben als Stubenfliege zur Welt kommen. 

Denn wenn der Mensch nicht frei ist, sind seine gesamten, wunderbaren Fähigkeiten verschwendet.

Perlen vor die Säue. 

Wo Freiheit entzogen wird, ist oft Angst im Spiel, wenn nicht sogar immer. Der Besitzer hat Angst, der Sklave könnte ihn übertrumpfen. Die Gesellschaft hat Angst, der Bankräuber könnte es immer wieder tun. Der Narzisst hat Angst, die Macht über seine Opfer zu verlieren. 

Manch Freiheitsentzug ist wahrscheinlich gerechtfertigt. “Wahrscheinlich” deswegen, weil ich meine Zweifel habe, ob Menschen berechtigt sind, über andere Menschen zu urteilen. Neben den Freiheitsstrafen unserer Rechtssprechung gibt es aber täglich so viele “private” Freiheitsentzüge, dass wir uns das Ausmaß gar nicht vorstellen können.
Millionen Menschen auf dem Planeten Erde sind in irgendeiner Art und Weise nicht frei. 

Angst tötet Freiheit

Meine seit Frühjahr 2020 eingeschränkte Freiheit ist in Gefahr, noch weiter beschnitten zu werden. Es ist richtig, dass wir alle zu dem Zeitpunkt nicht wussten, was mit Corona auf uns zukommt. Wir mussten das Virus erst einschätzen können. Es ist aber auch richtig, dass global eine Massenhysterie entstanden ist und wer mich nun als Maßnahmengegnerin und Menschenlebengefährderin beschimpfen mag, ist wohl einfach zu tief nivelliert, um die Vorgänge vernetzt zu betrachten.

Ich habe mich jederzeit an die Vorgaben der Regierung gehalten, ob ich sie sinnvoll fand oder nicht. Ich habe zur Kenntnis genommen, dass beispielsweise in meinem Pandemiewohnraum Kanton Aargau, Schweiz, eine Notverordnung erlassen wurde, die es der Polizei ermöglicht, auf Kameras zuzugreifen. 


Auszug aus dieser Verordnung: 

2.2 Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit

Videoüberwachung des öffentlichen Raums

§ 2 Videoüberwachung des öffentlichen Raums

1

Die Polizei kann zur Durchsetzung und Kontrolle der Verbote gemäss den Art. 6 und 7c COVID-19-Verordnung 2 bestehende, von der Beauftragten für Öffentlichkeit und Datenschutz bewilligte optisch-elektronische Überwachungsanlagen öffentlich zugänglicher Räume zur Echtzeitüberwachung einsetzen, zu diesem Zweck auf Bildaufnahmegeräte von Dritten zugreifen

und zusätzliche optisch-elektronische Überwachungsanlagen ohne Bewilligung der Beauftragten für Öffentlichkeit und Datenschutz zur Echtzeitüberwachung des öffentlichen Raums einsetzen.

2

Der Umstand der Beobachtung und die verantwortliche Behörde sind durch geeignete Massnahmen erkennbar zu machen.


Es ist danach wohl irgendwie an mir vorbei, aber ich hätte nicht mitbekommen, dass das aufgehoben worden wäre. 

Ich musste Einschränkungen akzeptieren, wie alle anderen auch. Das, obschon ich der Meinung bin, dass der Planet an Überbevölkerung leidet und dass ausgeartete Populationen seit Urzeiten von der Natur reguliert wurden. Was hier aber ganz klar ebenfalls ausgeartet ist, ist die Hysterie. Und die wurde geschürt von Massenmedien, Profilneurotikern und eingeschüchterten Politikern, wobei letztere zwei Varianten durchaus von einer einzelnen Person gleichzeitig ausgelebt werden können.

Ja. Wir wussten vor mehr als einem Jahr nicht, was passieren wird. Aber der Zeitpunkt, diese übertriebenen Maßnahmen aufzuheben, ist längst da. Was ich den Verantwortlichen ankreide ist nicht, dass sie vor mehr als einem Jahr Beschränkungen beschlossen haben. Nein. Ich kreide ihnen an, dass sie JETZT nicht hinstehen und sagen, lasst uns aufhören mit dem Wahnsinn.

Meinungsfreiheit und Unternehmertum

Meine persönliche Freiheit ist massiv eingeschränkt, weil ich aufpassen muss, wie und wo ich mich äußere, denn als selbständig Erwerbende bin ich auf Kunden angewiesen. Ich sollte also aufs Maul hocken, damit ich nicht von potentiellen Kunden gemieden werde, die zum Thema Impfzwang eine andere Meinung haben als ich. Das ist ein Skandal und es erinnert mich sehr stark an Erzählungen von vor etwa 110 Jahren.

Mit diesem hinterfotzig durch Gruppendruck eingeführten Impfzwang wird mehr Leiden entstehen, als durch das SARS-CoV-2. Das sowieso schwache soziale Gefüge wird durch diese nicht enden wollende Aneinanderreihung von Versuchen, Hilflosigkeit und mangelndes Rückgrat zu kaschieren ganz bestimmt nicht gestärkt. 

Ist meine Freiheit weniger wert als die anderer Leute?

Ganz sicher nicht. Ich bin nicht bereit, mich länger einschränken zu lassen. Ich bin nicht bereit, länger zu schweigen. Meine Vorfahren sollen nicht für meine Freiheit gekämpft haben, damit ein paar sich elitär fühlende Fehlbesetzungen diese mit dem Rückgrat einer Qualle wieder in Grund und Boden stampfen. Einigen dieser Buben und Mädchen täte es auch gut, sich daran zu erinnern, dass auch ihr Großvater Kuhscheisse aufs Feld geführt hat, in der Hoffnung, dass dafür mal aus ihren Nachkommen was wird. 


Bild Ketten by Andrew Martin from Pixabay

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