Internetregeln – die Netikette 2021

Kommunikations-Regeln sind es, genau genommen. Es wäre anzunehmen, dass sie bekannt sind, aber offenbar schadet es nichts, sie alle paar Jahre wieder aufzufrischen.

Regeln für Foren und Chats

Anstand: Sei freundlich und komm‘ auf den Punkt. Die Herausforderung dabei ist, nicht zu lang um den Brei herum zu reden und trotzdem bitteschön, dankeschön hinein zu bringen. Stichwort Zeitdieb.

Zitieren: Achte darauf, dass du richtig zitierst. Damit meine ich, dass wenn du zitierst, auch auf dieses Zitat antwortest. Also nicht den Beitrag des einen Teilnehmers zitieren, um einem anderen zu antworten.

Grossbuchstaben: Ganze Wörter in GROSSBUCHSTABEN müssen eine Ausnahme sein. Alles in großen Buchstaben bedeutet Schreien. Ist es höflich, Leute anzuschreien? Nein. Ist zwischendurch aber kein großes Problem. Guck trotzdem mal, ob du das Wort nicht anders hervorheben kannst. Geht bei vielen Foren, bei Outlook sowieso und auch bei WhatsApp, Telegram etc.

Betreff: Worum geht es dir überhaupt? Sauberer Betreff ist ein Muss in Foren. Die anderen User sollen sofort sehen, ob sie da überhaupt drauf klicken wollen oder nicht.

Kommuniziere klar: Gib dir Mühe, deine Fragen/Antworten/Beiträge so zu formulieren, dass keine Missverständnisse entstehen. In deiner Muttersprache bzw. in „Hochdeutsch“ sollte das jedem aus D-A-CH möglich sein.

Selektion: Das gleiche Bild gehört nicht in drei Gruppen und noch an Einzelpersonen gesendet. Ehrlich, was soll das? Überleg dir, dass es unter deinen Kontakten Menschen gibt, die das gleiche Dings dann 4 x erhalten. Ich kenne niemanden, der sich da nicht an den Kopf langen würde.

Einfügen, sich: Wenn du neu in einer Gruppe bist, schau erst einmal, wie die funktioniert. Wenn ausser dir niemand den Drang hat, Spruchbilder und lustige Videos zu posten, dann lass es. Es sind nicht die Menschen, die das mögen.

Videos oder viele Bilder senden: Mach dir bewusst, dass nicht jeder WLAN hat. Es gibt mehr Menschen mit limitiertem Datenvolumen, als du dir vielleicht vorstellen kannst. Natürlich ist es diesen Leuten selber überlassen, diese Videos runterzuladen und anzuschauen. Wahnsinnig sozial ist der Gedanke aber nicht.

Sprache: Offizielle Gruppensprache ist die Sprache des Gruppenerstellers. Geh davon aus, dass Standartdeutsch die richtige Wahl ist. Konsequent in deinem Dialekt zu schreiben, ist sehr unhöflich.

Vertraulichkeit: Was in einer Gruppe besprochen und geteilt wird, ist nicht dazu gedacht, mit anderen Leuten zu teilen. Eine Gruppe ist normalerweise ein Gefüge von Menschen, die sich kennen. Wer da nicht dabei ist, ist eben nicht dabei.

E-Mail-Regeln

Anstand: Sei freundlich und komm‘ auf den Punkt. Die Herausforderung dabei ist, nicht zu lang um den Brei herum zu reden und trotzdem bitteschön, dankeschön hinein zu bringen. Stichwort Zeitdieb.

Grossbuchstaben: Ganze Wörter in GROSSBUCHSTABEN müssen eine Ausnahme sein. Alles in großen Buchstaben bedeutet Schreien. Ist es höflich, Leute anzuschreien? Nein. Ist zwischendurch aber kein großes Problem. Guck trotzdem mal, ob du das Wort nicht anders hervorheben kannst. Geht bei vielen Foren, bei Outlook sowieso und auch bei WhatsApp, Telegram etc.

Betreff: Worum geht es dir überhaupt? Sauberer Betreff ist ein Muss in Foren. Die anderen User sollen sofort sehen, ob sie da überhaupt drauf klicken wollen oder nicht.

Lesebestätigung: Eine Lesebestätigung anzufordern ist frech. Rechtsgültig sowieso nicht. Nimm das weg.

Cc: Die Person, die im An steht, ist der Empfänger. Kommt es zu einer Handlungsaufforderung (Firma), so ist diese An-Person angesprochen und niemand sonst. Die Person/en im Cc nehmen den Inhalt der E-Mail lediglich zur Kenntnis.

Struktur: Anrede, Text und Absender/Signatur bitte leserlich voneinander abtrennen.

Rechtschreibung: Bitte so sorgfältig schreiben, wie du kannst. Durchlesen vor dem Absenden:

Wut-Mails: Schreiben, aufstehen, raus gehen. Vielleicht sogar eine Nacht drüber schlafen. Kannst die Mail dann immer noch so senden oder umformulieren.

Schriftgrösse: So Arial 11 pt ist angenehm. Verzichte drauf, Schriftgrösse 78 in fett und rot zu verwenden. Es macht die Empfänger stinksauer. Und ja, das habe ich in einer Firma erlebt, in der ich einst arbeitete.

Werkzeug E-Mail sinnvoll nutzen: Für komplexe Geschichten ist die E-Mail nicht geeignet. Termin ausmachen und Sitzung abhalten. Von mir aus auch per Skype, Teams, Zoom. Aber versucht nicht, größere Tagesgeschäfte per E-Mail abzuhalten. Ihr werdet verlieren.

Reaktionszeit: In den Verhaltensregeln in deiner Firma ist sie sicher definiert. E-Mails von Kunden sollten innert vier Stunden beantwortet werden. Wenn du ein Sekretariat hast oder bist, innert einer halben Stunde. Bei privaten Mails macht sich schnelle Reaktion auch gut, aber innert 24 Stunden ist auch okay.

Adresse/Signatur: Es sieht einfach merkwürdig aus, wenn Privatleute ihre private E-Mail-Adresse benutzen und eine selber gebastelte Signatur einer Institution verwenden. Schau, dass das zusammen passt.

Firmen-Mail: Verwende nicht die E-Mail-Adresse deiner Firma für private Angelegenheiten.

Drängeln: „Hast du meine E-Mail gelesen, die ich dir vor zwei Minuten geschickt habe?“ Wenn es so wahnsinnig eilt, hättest du die Person anrufen oder direkt ansprechen sollen, aber sicher keine Mail senden. Lass den Leuten Zeit. Sie warten nicht den ganzen Tag darauf, von dir eine E-Mail zu bekommen.

Telefon

Ist der Anruf wirklich nötig oder willst du einfach ein wenig plaudern? Vorher überlegen, was du sagen willst. Mach dir Notizen dazu, das geht auch privat. Die andere Person auch was sagen lassen. Kurz halten. Nicht zu Unzeiten anrufen: Anruf um neun Uhr abends ist schon reichlich spät und wird die meisten Menschen erschrecken.
Telefoniere nicht im ÖV, das ist peinlich.

Wenn du zurückgerufen werden willst, sprich auf die Mailbox. Keine Mailbox = nicht wichtig.


Gut, das hätten wir wieder mal. Sieht nach viel aus, aber ich bin sicher, dass ich in einer meiner letzten Firmen mehr Regeln hatte 😉

Beitragsbild: Image by Gerd Altmann from Pixabay

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