Kenne deine Grenzen – Teil 2 – Grenzen ausweiten

Im ersten Teil der Betrachtungen über Grenzen war mir wichtig zu zeigen, dass unsere eigene Grenze da endet, wo das Gegenüber beginnt. Gegen Ende des Beitrages habe ich angerissen, dass es auch uns selbst gegenüber Grenzen geben muss. Respekt gegenüber anderen und dem eigenen Wesen.

Nun sage ich: Weite deine Grenzen aus und das ist kein Widerspruch. Du kannst deine Limiten ausdehnen, ohne andere respektlos zu behandeln. Die Grenzen, von denen ich diesmal schreibe, sind nichts als deine Beschränkung(en). Natürlich gibt es gegebene Umstände. So wirst du als Frau kaum je so viel Gewicht wie ein Mann anheben können. Es gibt nun mal die körperlichen Unterschiede und den meisten Frauen wird wohl der eigenartige Ehrgeiz fehlen, so viel Gewicht schleppen zu können wie ihr Mann oder Bruder.

Es ist auch möglich, dass du keine Notwendigkeit siehst, Grenzen niederzureissen. Wenn für dich dein Leben stimmt, wie es ist, dann lass es bleiben, wie es ist. Dann halte dich einfach an die Regel: Es geht dich nichts an, wenn Mitmenschen ihre Welt vergrößern. Du hast das weder zu beurteilen, noch zu kommentieren.

Wie beschränkt bist du?

Zähl mal bitte spontan 15 Dinge auf, die du nicht kannst. Du hast 75 Sekunden Zeit. Und nun 15 Dinge du wirklich kannst, in ebenfalls 75 Sekunden. Ich bin mir sicher, dass den meisten Menschen schneller einfällt, was sie sie nicht können.

Glaubst du, dass es Personen gibt, die zaubern können? Glaubst du, dass du zaubern könntest, wenn du wüsstest wie? Oder zauberst du schon?

Bekommst du die guten Arbeitsstellen nicht, obschon du qualifiziert bist, weil du nicht aus dem richtigen Elternhaus kommst? Kannst du diese Aufgabe nicht lösen, weil du nicht gut genug bist? Du bist nicht auf den Kopf gefallen, deshalb brauchst du von mir keine weiteren Beispiele.
Was ich dir damit sagen will ist, dass du mit diesem Denken über dich selbst deine Möglichkeiten kastrierst. Alles was du dir nicht vorstellen kannst, wird nur sehr schwer in dein Leben finden und es wird nicht so toll sein, wie es könnte.

Die Grenzen alles Möglichen sind in deinem Kopf

Diese Tatsache wurde schon unzählige Male beschrieben und ich wundere mich wirklich, dass sich dieser einfache Fakt so schwer in den Köpfen niederlassen kann. Von wem auch immer zu welchem Zweck die Bibel geschrieben wurde, da stünde es auch schon. Umschrieben mit „der Glauben versetzt Berge“ oder so ähnlich. Ich gleite da jetzt nicht ab, wie weise Worte weiser Menschen von Machtspielern geschickt umgenutzt wurden, um ein Manipulationswerkzeug zu erschaffen, dessen Geschichtchen ein Abklatsch der Wahrheit sind.

Gerade war ich versucht, dir eine Handvoll Menschen zu recherchieren, die „Unmögliches“ geschafft haben, weil ihre Voraussetzungen ungünstig waren. Augenscheinlich beschränkt durch Herkunft, Alter, körperlichen Gebrechen. Es gibt unzählige Berichte über Personen, die es trotzdem weiter gebracht haben, als die meisten von uns. Mit Absicht suche ich dir keine solchen Beispiele zusammen, denn wenn dir daran liegt, aus deiner Beengtheit herauszukommen, wirst du auch Aufwand auf dich nehmen.

Erlaube dir Wachstum

Um Dinge, Zustände oder Fähigkeiten zu erreichen, musst du sie zuerst für möglich halten. Es gibt in der Menschenwelt nichts, das nicht zuerst eine Idee gewesen ist. Du benötigst die richtigen Gedanken und das kannst du steuern. Du benötigst deine Fantasie. Du benötigst deinen Willen. Damit dehnst du dein „Land der Möglichkeiten“ aus. Versetze deine Elektrozäune Stück um Stück weiter.
Einmal mehr geht es auch hier um Selbstermächtigung.

Absichtlich arbeite ich keine Übungen aus. Meine Leser sind nicht dumm. Was dir vielleicht gerade fehlt, ist ein Gedankenanstoß. Ein kleiner Input nur und nun wirst du wieder vermehrt daran denken, dass alleine du dein Machbares einzäunst. Du und nur du alleine entscheidest, was dir möglich ist und was nicht. Wozu sollte ich dich an der Hand nehmen und dich mit Übungen durch etwas führen, dass jeder von Natur aus im Werkzeugkasten hat?

Nur die paar Stufen da gebe ich dir als Spickzettel mit:

Level 1: Etwas für möglich halten ist der Generalschlüssel. Offen sein für „Wunder“, wenn du es Wunder nennen willst.
Level 2: Rechne damit.
Level 3: Erwarte, dass es läuft, wie es für dich stimmt. Verlange es.

Level 4: Zaubere.


Bild Elektrozaun von Verena Kohler

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